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Trauer-Radio

Monat

Juli 2020

Ende gut. 6. Folge

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Wenn ein geliebter Mensch stirbt, sind oft auch Kinder davon betroffen. Wenn wir Angst haben, sie zu sehr mit den Themen Sterben, Tod und Trauer zu belasten, tendieren wir dazu, sie dadurch schützen zu wollen, sie außen vor zu lassen. Das ist aber meist keine gute Idee, denn ohne Antworten auf Fragen und Erklärungen für wichtige Vorgänge, entwickelt sich sehr schnell in Kinderseelen ein Eigenleben, das manchmal schlimmere Bilder in sich trägt, als wenn wir ihnen die ungeschönte Wahrheit offenbart hätten – so schwer es auch fällt. Auch zu diesem Thema gibt es viele Informationen, die helfen können, sich in der jeweiligen Situation zu orientieren und entsprechend zu handeln. Klick!

Am 14. September 20 erscheint das Buch „Kinder in der Trauer: Verstehen, trösten und ermutigen. Ein Begleitbuch für Eltern“ von Eva Terhorst und Tanja Wenz. Klick!

Ende gut. Folge 5

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In dieser Folge werden wir ermutigt, uns darüber klar zu werden, was wir eigentlich wirklich möchten und brauchen, wenn es darum geht eine Trauer- oder Abschiedsfeier zu gestalten. Muss es immer in schwarz und traurig sein? Dürfen sich da auch Farben und Überschwang hineinmischen? Kann Musik, die es in sich hat, gespielt werden? Lachen und Weinen liegen so nahe beieinander. Warum nicht auch bei einer Beerdigung? Alles nur übernommene Strukturen? Wenn ihr auch darüber nachdenkt, klickt hier.

 

ende gut. Folge 4

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Wenn wir einen geliebten Menschen verloren haben und seine Beerdigung so würdig wie möglich für ihn gestalten möchten, bemerken wir schnell, dass sogar eine ganz und gar einfache Beerdigung eine Menge Aufwand und daher auch Kosten verursacht. Wir fragen uns nicht nur, welche Musik gespielt und welche Texte vorgelesen oder gesprochen werden sollen. Auch die Blumen, die den letzten Weg begleiten werden, sind wichtig. Was hätte der Verstorbene sich gewünscht? Was würde ich mir wünschen, wenn es um meine Beerdigung ginge? Wer wird eingeladen und wie wird die anschließende Feier sein?  Auch wichtig: Wer soll später einmal für die Kosten meines Begräbnisses aufkommen? In der Folge 4 von Ende gut.  „Selbst der Tod ist nicht umsonst“ geben euch die Macherinnen von Emmora im Gespräch mit dem Bestatter „Thomas Schreiber“ einiges an Hinweisen, wie es gut gelingen kann, auch für euere letzte Ruhestatt gut vorzusorgen.

Ende gut. Folge 3

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Einfach da zu sein klingt so leicht und es ist unvorstellbar, dass so etwas einfaches bei einem derart großen Verlust und Einschnitt im Leben irgendwie helfen soll. Daher unterschätzen wir diesen Tipp und glauben, gute Ratschläge geben zu müssen oder sagen Dinge wie „Das Leben geht weiter“. Manchmal verfallen wir auch in Übereifer und sind frustriert, dass unsere Angebote von der trauernden Person nicht angenommen werden. Der Grund dafür ist oft, dass diese selbst gerade nicht genau sagen kann, was sie braucht. Denn sie befindet sich in einer Ausnahmesituation und wahrscheinlich handelt es sich um Umstände, die sie so im Leben noch nicht durchgemacht hat. Es gibt also keinerlei Erfahrungswerte auf die sie aufbauen kann. Außerdem ist der Schmerz überwältigend. Das einzige, was ihr helfen könnte, ist, den geliebten Menschen wieder lebendig in die Arme zu schließen. Daher kommt die Überforderung anderen sagen zu können, was wir in dieser Extremsituation brauchen. Hinzu kommt, dass wir es oft sehr schwer haben, Hilfe anzunehmen. Wir möchten nicht in Abhängigkeiten geraten oder jemandem etwas schuldig sein. Nicht selten erwachsen Ansprüche daraus, wenn wir uns helfen lassen. Andererseits erlebt die Angehörige auch, dass die trauernde Person beginnt, sich auf die Unterstützung zu verlassen, sie sogar als selbstverständlich wahrnimmt oder sie sogar einfordert. Beide Seiten – Trauernde wie Angehörige – erleben also eine Situation die alle überfordern kann.

Einfach da zu sein ist auch etwas, was wir meistens nicht beherrschen. Einfach da zu sein kann bedeuten, dass wir uns die gleiche Geschichte immer und immer wieder anhören. Es bedeutet, dass wir über einen langen Zeitraum aushalten müssen, dass es der Person, der wir zur Seite stehen, einfach nicht besser zu gehen scheint. Das stresst uns, weil wir uns Sorgen machen und es frustriert uns, weil wir keine Fortschritte erkennen können. Das sind Symptome, die zur Trauer gehören und die wir im Alltag nicht beherrschen. Daher ist es für Trauernde und deren Begleiter ganz wichtig, sich ins Bewusstsein zu holen, dass es darum geht, an einer großen Herausforderung zu wachsen – bestenfalls gemeinsam. Dies erfordert Anstrengung und die Bereitschaft, sich zu verändern. Die Bewerkstelligung ist unter dem Vorzeichen, dass dies nicht freiwillig passiert und aufgrund des Todes eines geliebten Menschen geschieht, um ein Vielfaches schwieriger als wenn wir Veränderungen durchleben, die wir als positiv bewerten und selbst wählen.

Letztendlich unterschätzen wir, wenn wir trauern, unsere Hilfsbedürftigkeit, obwohl wir gerade das Schlimmste durchleben, was uns geschehen kann. Daher benötigen wir jetzt dringend jede Hilfe, die wir erhalten können. Doch die Trauer lähmt uns und sie versetzt uns meist in eine ungewohnte Sprachlosigkeit. Darauf zu warten, dass andere auf uns zugehen und per Gedankenübertragung verstehen, was wir benötigen, kann ein fataler Fehler sein. Daher ist die Devise in diesem Zusammenhang: Unermüdlich aufeinander zuzugehen, ausprobieren, scheitern, verzeihen und andere Ideen ausprobieren. Als Unterstützung dafür sind Podcasts wie dieser, Bücher, Trauerbegleiter und Trauergruppen enorm hilfreich.

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