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Trauer-Radio

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trauerbegleiter

Ich bin Jahrgang 1965, in Baden-Württemberg geboren und habe mit 15 meine Mutter durch Suizid und mit 40 meinen Lebenspartner durch Krebs verloren. Vieles, was mir im Leben begegnet ist, hat mich geprägt - auch wenn ich es manchmal nicht verstanden habe. Meine Erkenntnisse und Meinungen verändern sich im Laufe meiner Entwicklung und ich bin immer wieder neugierig, welche Ereignisse mich finden und mich auf meinem Weg begleiten. So entwickelte sich aus all dem ein neuer Weg. Meine Ausbildungen Familienaufstellungen, Gewaltfreie Kommunikation, Trauerbegleitung, Trauerreden und vor allem meine Erfahrungen ermöglichen es mir, für andere Menschen in ähnlichen Situationen da zu sein. Mehr über meine Angebote, Termine und über mich finden Sie unter: www.trauerbegleiter.org

Sag doch mal … mit Dana Heidrich

_MG_4779Das sind Dana und Steffen. Er ist letztes Jahr an Krebs gestorben. Wie die beiden mit der tödlichen Erkrankung umgegangen sind, wie sie die Ernährung umgestellt haben und wie Dana dann nach Steffens Tod mit ihrem Blog weiter gemacht hat, könnt ihr hier in der Episode 18 von „Sag doch mal, was hilft, wenn es weh tut“ hören oder auf ihrem Danach-Blog lesen.

Ende gut. Folge 7

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Trauer ist keine psychische Erkrankung. Diesem Thema widmet sich die Folge 7 von Ende gut., dem Podcast von Evgeniya und Victoria von emmora.de. Der Psychotherapeut  Thomas Weil klärt darüber auf. Sehr hilfreich, wenn wir verstehen können, was in unserer Seele vor sich geht, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Aber wie ist es mit der Anerkennung von Trauer als psychische Erkrankung, damit die Kosten von Trauerbegleitung über die Krankenkassen abgerechnet werden können? Darüber spricht im Interview Luna Schön. Klick!

 

Ende gut. 6. Folge

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Wenn ein geliebter Mensch stirbt, sind oft auch Kinder davon betroffen. Wenn wir Angst haben, sie zu sehr mit den Themen Sterben, Tod und Trauer zu belasten, tendieren wir dazu, sie dadurch schützen zu wollen, sie außen vor zu lassen. Das ist aber meist keine gute Idee, denn ohne Antworten auf Fragen und Erklärungen für wichtige Vorgänge, entwickelt sich sehr schnell in Kinderseelen ein Eigenleben, das manchmal schlimmere Bilder in sich trägt, als wenn wir ihnen die ungeschönte Wahrheit offenbart hätten – so schwer es auch fällt. Auch zu diesem Thema gibt es viele Informationen, die helfen können, sich in der jeweiligen Situation zu orientieren und entsprechend zu handeln. Klick!

Am 14. September 20 erscheint das Buch „Kinder in der Trauer: Verstehen, trösten und ermutigen. Ein Begleitbuch für Eltern“ von Eva Terhorst und Tanja Wenz. Klick!

Ende gut. Folge 5

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In dieser Folge werden wir ermutigt, uns darüber klar zu werden, was wir eigentlich wirklich möchten und brauchen, wenn es darum geht eine Trauer- oder Abschiedsfeier zu gestalten. Muss es immer in schwarz und traurig sein? Dürfen sich da auch Farben und Überschwang hineinmischen? Kann Musik, die es in sich hat, gespielt werden? Lachen und Weinen liegen so nahe beieinander. Warum nicht auch bei einer Beerdigung? Alles nur übernommene Strukturen? Wenn ihr auch darüber nachdenkt, klickt hier.

 

ende gut. Folge 4

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Wenn wir einen geliebten Menschen verloren haben und seine Beerdigung so würdig wie möglich für ihn gestalten möchten, bemerken wir schnell, dass sogar eine ganz und gar einfache Beerdigung eine Menge Aufwand und daher auch Kosten verursacht. Wir fragen uns nicht nur, welche Musik gespielt und welche Texte vorgelesen oder gesprochen werden sollen. Auch die Blumen, die den letzten Weg begleiten werden, sind wichtig. Was hätte der Verstorbene sich gewünscht? Was würde ich mir wünschen, wenn es um meine Beerdigung ginge? Wer wird eingeladen und wie wird die anschließende Feier sein?  Auch wichtig: Wer soll später einmal für die Kosten meines Begräbnisses aufkommen? In der Folge 4 von Ende gut.  „Selbst der Tod ist nicht umsonst“ geben euch die Macherinnen von Emmora im Gespräch mit dem Bestatter „Thomas Schreiber“ einiges an Hinweisen, wie es gut gelingen kann, auch für euere letzte Ruhestatt gut vorzusorgen.

Ende gut. Folge 3

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Einfach da zu sein klingt so leicht und es ist unvorstellbar, dass so etwas einfaches bei einem derart großen Verlust und Einschnitt im Leben irgendwie helfen soll. Daher unterschätzen wir diesen Tipp und glauben, gute Ratschläge geben zu müssen oder sagen Dinge wie „Das Leben geht weiter“. Manchmal verfallen wir auch in Übereifer und sind frustriert, dass unsere Angebote von der trauernden Person nicht angenommen werden. Der Grund dafür ist oft, dass diese selbst gerade nicht genau sagen kann, was sie braucht. Denn sie befindet sich in einer Ausnahmesituation und wahrscheinlich handelt es sich um Umstände, die sie so im Leben noch nicht durchgemacht hat. Es gibt also keinerlei Erfahrungswerte auf die sie aufbauen kann. Außerdem ist der Schmerz überwältigend. Das einzige, was ihr helfen könnte, ist, den geliebten Menschen wieder lebendig in die Arme zu schließen. Daher kommt die Überforderung anderen sagen zu können, was wir in dieser Extremsituation brauchen. Hinzu kommt, dass wir es oft sehr schwer haben, Hilfe anzunehmen. Wir möchten nicht in Abhängigkeiten geraten oder jemandem etwas schuldig sein. Nicht selten erwachsen Ansprüche daraus, wenn wir uns helfen lassen. Andererseits erlebt die Angehörige auch, dass die trauernde Person beginnt, sich auf die Unterstützung zu verlassen, sie sogar als selbstverständlich wahrnimmt oder sie sogar einfordert. Beide Seiten – Trauernde wie Angehörige – erleben also eine Situation die alle überfordern kann.

Einfach da zu sein ist auch etwas, was wir meistens nicht beherrschen. Einfach da zu sein kann bedeuten, dass wir uns die gleiche Geschichte immer und immer wieder anhören. Es bedeutet, dass wir über einen langen Zeitraum aushalten müssen, dass es der Person, der wir zur Seite stehen, einfach nicht besser zu gehen scheint. Das stresst uns, weil wir uns Sorgen machen und es frustriert uns, weil wir keine Fortschritte erkennen können. Das sind Symptome, die zur Trauer gehören und die wir im Alltag nicht beherrschen. Daher ist es für Trauernde und deren Begleiter ganz wichtig, sich ins Bewusstsein zu holen, dass es darum geht, an einer großen Herausforderung zu wachsen – bestenfalls gemeinsam. Dies erfordert Anstrengung und die Bereitschaft, sich zu verändern. Die Bewerkstelligung ist unter dem Vorzeichen, dass dies nicht freiwillig passiert und aufgrund des Todes eines geliebten Menschen geschieht, um ein Vielfaches schwieriger als wenn wir Veränderungen durchleben, die wir als positiv bewerten und selbst wählen.

Letztendlich unterschätzen wir, wenn wir trauern, unsere Hilfsbedürftigkeit, obwohl wir gerade das Schlimmste durchleben, was uns geschehen kann. Daher benötigen wir jetzt dringend jede Hilfe, die wir erhalten können. Doch die Trauer lähmt uns und sie versetzt uns meist in eine ungewohnte Sprachlosigkeit. Darauf zu warten, dass andere auf uns zugehen und per Gedankenübertragung verstehen, was wir benötigen, kann ein fataler Fehler sein. Daher ist die Devise in diesem Zusammenhang: Unermüdlich aufeinander zuzugehen, ausprobieren, scheitern, verzeihen und andere Ideen ausprobieren. Als Unterstützung dafür sind Podcasts wie dieser, Bücher, Trauerbegleiter und Trauergruppen enorm hilfreich.

Ende gut. Folge 2

Eine Bestattung organisieren

Feuer- oder Erdbestattung? Friedhof oder Ruheforst? Woher bekomme ich eine Sterbeurkunde? Und wie viel Zeit bleibt mir eigentlich für diese ganze Organisation?

In Folge 2 von „ende gut.“ sprechen Victoria und Evgeniya von Emmora darüber, welche unterschiedlichen Bestattungsformen es gibt, worauf ihr bei der Wahl des Bestatters unbedingt achten solltet und sie gehen Schritt für Schritt mit euch durch, was es alles nach einem Todesfall zu organisieren gibt. Außerdem teilt Anna Ullrich ihre persönlichen Erfahrungen, wie die Planung einer Bestattung NICHT laufen sollte.

Podcast „ende gut.“

Ab sofort gibt es diesen sehr frischen und informativen Podcast „ende gut.“ mit Evgeniya & Victoria von Emmora auch beim Trauer-Radio zu hören. Wir beginnen heute gleich mit den ersten beiden Folgen und dann kommt in der nächsten Zeit – immer freitags – eine weitere Folge hinzu, bis die 1. Staffel mit ganzen 13 Episoden voll ist. Danach sehen wir weiter. Die Links dazu findet ihr hier. Leider können wir im Moment den Podcast nicht bei laut.fm/trauer-radio1 senden. Wir arbeiten aber daran. Schreibt gerne in den Kommentaren, wie euch dieses neue Format gefällt.

Reichweite und Mediadaten

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Heute bin ich von jemandem, der darüber nachdenkt, seine Beiträge beim Trauer-Radio zu veröffentlichen, nach den Mediadaten und der Reichweite gefragt worden. Da wurde mir klar, dass es keine schlechte Idee wäre, etwas genauer darauf einzugehen.

Als ich vor ein paar Jahren die Idee hatte, das Trauer-Radio ins Leben zu rufen, war mir klar, dass dies sehr viel unbezahlte Arbeit bedeuten würde: Eine Homepage zu entwickeln, auf laut.fm einen eigenen Sender einzurichten, Teilnahmebedingungen zu formulieren, eigene Sendungen zu produzieren, Blogartikel schreiben, andere mit deren eigenen Sendungen mit ins Boot zu holen und ihnen so gut wie möglich dabei zu helfen, denn eigentlich hatten alle einschließlich mir so etwas noch nie gemacht. Viele glauben, dass hinter dem Trauer-Radio ein ganzes Team steht aber verantwortet, organisiert und durchgeführt wird das eigentlich nur von Eva Terhorst – Trauerbegleiterin und Buchautorin aus Berlin.

Zum Glück ist der Sendeplatz bei laut.fm kostenfrei. Es gibt aber auch daraus und auch sonst keinerlei Einnahmen genauso verhält sich das auf der Homepage bei WordPress. Dafür wird bei beiden Werbung eingespielt bzw. gezeigt. Leider fühlen sich auch davon ab und an Hörer gestört. Ich gebe zu bedenken, dass eine werbefreie Plattform unbezahlbar ist und dabei ist noch nicht mal ein Gehalt für die Redaktion und ein Werbeetat eingerechnet.

Mein Gedanke war, durch das Trauer-Radio eine für alle kostenfreie Möglichkeit zu entwickeln, durch die sich akut Trauernde in einer Krise orientieren können. Daher war mir Vielfalt immer sehr wichtig, denn jeder steht im Leben an einer anderen Stelle und hat einen ganz individuellen Verlust zu betrauern. So nehme ich auch in Kauf, dass manche, die sich von mir interviewen lassen oder eine eigene Sendung anbieten, vor allem eine Möglichkeit darin sehen, an kostenfreie Werbung für ihr Buch, für ihr Projekt oder ihre Dienstleistung zu kommen. Dass ist auch völlig in Ordnung so. Schwierig wird es, wenn die Haltung entsteht, dass ich die Verbreitung des Trauer-Radios alleine stemmen soll und selbst die, die eigene Sendungen dort haben oder von mir interviewt wurden, diese Erwartung an mich haben. Oft scheint es sogar zu viel verlangt, den Link zur eigenen Sendung in deren eigenen Netzwerken zu teilen.

Also das Trauer-Radio ist kein bezahlter aus einem Team bestehender Dienstleister. Es ist eine von vielen Möglichkeiten, durch die Menschen zum Thema Trauer etwas in die Gemeinschaft einbringen können. Am liebsten in erster Linie selbstlos. Jede produzierte Sendung darf sehr gerne ganz unabhänging überall sonst wie in Podcasts oder auf YouTube-Kanälen verbreitet werden.

Es geht beim Trauer-Radio nicht um mich oder um die anderen Trauerbegleiter, Autoren und Künstler sondern um die Trauernden und darum, diesem schwierigen Thema einen von vielen guten Wegen in die Gesellschaft zu bahnen. Daher ist es sehr viel erfreulicher für mich, wenn Interessenten, die hier veröffentlichen möchten, Faktoren wie Reichweite und Mediadaten damit erreichen, dass sie das Trauer-Radio selbst verbreiten, statt es nur für eigenen Zwecke zu nutzen. Denn wer aufmerksam ist, hat vielleicht schon mitbekommen, dass ich mit dem Trauer-Radio und in meinen eigenen Formaten „Sag doch mal, was hilft, wenn es weh tut“ und „Traumreisen“ so gut wie nie Werbung für eigene Projekte, Bücher und Dienstleistungen mache, sondern hauptsächlich andere mit ihren Themen in den Vordergrund stelle. Genauso handhabe ich das auch mit meinem Adventskalender für Trauernde, der jedes Jahr im Dezember auf meinem Blog http://www.das-erste-trauerjahr.de zu finden ist. Dort hat mir einmal eine Teilnehmerin geschrieben, wie tröstlich es für sie ist, dass hier sichtbar gemacht wird, was alles für Trauernde getan wird. Daher freue ich mich jedes Jahr ganz besonders auf diese Aktion auch wenn sie sehr viel Arbeit macht, die nicht bezahlt wird.

Es ist mir wichtig, dass wir alle ab und an ein Stück beiseite treten und dabei Freude haben, anderen eine Bühne zu ermöglichen. Für mich ist das ganz selbstverständlich. Durch die Anfrage heute nach der Reichweite und den Mediadaten habe ich gemerkt, dass es wohl doch nicht so offensichtlich ist, wie ich es vermutet habe. Das finde ich schade. Daher dieser Beitrag, denn wer diese Dinge für wichtig in diesem Zusammenhang erachtet, möge sich bitte nach anderen Möglichkeiten umsehen, die vielleicht eine „bessere“ Reichweite haben.

Zum Glück gibt es ein paar begeisterte HörerInnen, die nicht müde werden, anderen vom Trauer-Radio zu erzählen. Dafür bin ich sehr dankbar. Wer gerne zur Verbreitung und zur Vielfalt des Projektes beitragen möchte, kann das gerne und jederzeit über seine sozialen Netzwerke tun. Einen Link zu teilen, ist ganz leicht: www.trauer-radio.de und etwas Nettes darüber zu schreiben auch. Wer mir eine Mail an trauerbegleiterin@gmail.com schreibt, dem schicke ich dann gerne Flyer zum Verteilen zu.

Danke an alle, die das so ähnlich sehen und handhaben!

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